Julio Mirón

Unser Chefdirigent Julio Miron ist seit 1999 Leiter der Stadtkapelle Germering. Er ist in Porto Rico geboren, lebt aber seit vielen Jahren in München. Sein Musikstudium absolvierte in New York (Dirigat, Komposition, Klavier).

Als Pianist begleitete er die Martha Graham Dance Group sowie das American Ballet Theatre.

Weitere Engagements hatte er beim Casal-Festival in Puerto Rico, am Schleswig-Holstein Festival, den Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden, am Tiroler Landestheater, den Münchner Opernfestspielen und als Solist am Hessischen Staatstheater.

Er war Leiter des Chores und der Bühnenmusik bei dem Oper Air-Ereignis 1994 "Carmen" in Hamburg.

Neben seiner Mitwirkung bei der Münchner Biennale, im Münchner Bach-Collegium und dem Bayerischen Staatsorchester, als Dirigent des Webber Musicals "Sunset Boulevard" am Rhein-Main Theater, als Korrepetitor bei "Carmen" und Leiter der Bühnenmusik in AIDA in der Germeringer Stadthalle nahm er auch Gastengagements im Ausland an. Zuletzt dirigierte er das Symphonische Akademie Patent Orchester München. Seit einigen Jahren ist er Chef des Chores und des Orchesters der Bürger-Sänger-Zunft München e.V

Seinen ersten Kontakt mit der Stadtkapelle Germering hatte Julio Miron bei der Opernaufführung AIDA in der Stadthalle Germering, bei der er die Bühnenmusik, die von der Stadtkapelle gestellt wurde, einstudierte und dirigierte. Schon damals fand er Gefallen an unseren Musiker und hat sich im Frühjahr 1999 entschieden, die Stadtkapelle zu leiten.

Seit dieser Zeit ist sehr viel passiert im großen Blasorchester. Bereits bei der vom Publikum sehr geschätzten Serenade am See 1999 nahm Meister Miron den Dirigentenstab zur Hand und seine Handschrift war schon deutlich zu erkennen, Tempo und Dynamik waren deutlich besser und es ließ sich einiges vom "Neuen" für die Zukunft erhoffen.

Das Jahreskonzert 1999 lockte so viele Zuschauer wie nie in den Orlandosaal der Stadthalle, alle wollten den neuen Dirigenten erleben und sie wurden nicht enttäuscht. Das Programm war beeindruckend und die Kritiken hervorragend. Bereits jetzt zeigte sich, Julio Mirón hatte einiges vor mit seinem Orchester. Eine junge Violinistin, von der Stadtkapelle begleitet, erweiterte das Klangfarbenspektrum.

Diese Intension zeigte sich in den kommenden Jahren mehr und mehr. Schon beim Faschingskonzert 2001 kam zum farbigen Orchesterklang ein anderes Soloinstrument zum Einsatz. Markus Steckeler vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks brachte mit seiner Xylophon-Akrobatik neue Klangfarben.

Zum Festakt 10 Jahre Germering 2001 brillierte das Blechbläserensemble der SKG mit Gabrielis "Canzon Septimi Toni Nr. 2". Beim Jahreskonzert 2001 war einer der Höhepunkte Gershwins "Rhapsody in Blue" mit dem Klaviervirtuosen Thomas Noichl.

Eine der interessantesten neuen Erfahrungen war die Mitwirkung bei der Oper "Ein Maskenball" wo die Musiker durch Vermittlung ihres Dirigenten als Bühnenmusik mitwirken durften. Das Spiel hinter der Bühne und der Ausflug in die Welt der großen Oper war einfach toll.

In den kommenden Jahren verbessert sich der Klang des Orchesters stetig, Die Genauigkeit des Dirigenten, die unbedingte Einforderung der richtigen Dynamik und Geschwindigkeiten der Stücke, steigern die Klangfülle und farbigkeit von Konzert zu Konzert und beim 30jährigen Jubiläum der Stadtkapelle durften sich der Dirigent und die Musiker über eine fulminante Kritik der Presse freuen. Im Programm hielt mehr und mehr die Klassik Einzug, so eröffnet schon einmal ein Walzer von Johann Strauß ein Konzertprogramm und beim Weihnachtskonzert für die Germeringer Senioren engagiert Julio Mirón, der als Korrepetitor zahlreicher bekannter Sänger an der Quelle sitzt, einen Operntenor zur Freude der Musiker und des Publikums. Auch diese Neuerung wurde fortgesetzt und so konnten sich die Germeringer an zahlreichen Gesangsstar aus der Opernwelt erfreuen.

Ganz anders bei der "Serenade am See" 2004. Schon das Outfit der Musiker ließ die Zuschauer erstaunen. Man hatte sich nämlich in bunte Hawai-Hemden geworfen und mit Karibik-Rhythmen ließ Julio Mirón die Klänge seiner Heimat lebendig werden. Um die Stücke authentisch klingen zu lassen, hatte Julio drei Latino-Freunde zur Verstärkung mitgebracht und die Stimmung am See kochte.

Zur Neuauflage dieses Konzert kam es dann bei einem Auftritt auf der BUGA in München, bei dem das Orchester karibisches Flair auf die Gartenschau zauberte.

Viele erfolgreiche Auftritte folgten und mit immer neuem Elan stürzt sich unser Chefdirigent auf die Vorbereitung jedes Konzertes. Sein Motto scheint zu sein: "Wer rastet, der rostet" und in der Welt der Musik gibt es noch unendlich viel zu entdecken. Darum wünschen wir uns, Julio bleib so wie Du bist, wir haben Dir unendlich viel zu verdanken.

 

 

 

 

 

 

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